Hubert Schieth: Unterschied zwischen den Versionen

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Hubert Schieth (* 26.01.1927 † 19.02.2013) war ein ehemaliger [[ETB-Spieler]] und [[ETB-Trainer|-Trainer]]. Einer der größten [[ETB-Legenden]] überhaupt.
Hubert Schieth (* 26.01.1927 † 19.02.2013) war ein ehemaliger [[ETB-Spieler]] und [[ETB-Trainer|-Trainer]]. Eine der größten [[ETB-Legende]]n überhaupt.


== Spieler ==
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== Trainer ==
== Trainer ==


Im Anschluss an das Ende seiner Spielerkarriere wurde Hubert Schieth Fußballtrainer. Nach einer ersten Station beim SSV Hagen stieg er 1965 mit dem [[VfL Bochum]] nach drei Entscheidungsspielen gegen die SpVgg. Erkenschwick und einem finalen Münzwurf in die Regionalliga auf. 1969 vollführte er das gleiche Kunststück - wenngleich weniger dramatisch - mit der [[SG Wattenscheid 09]].
Im Anschluss an das Ende seiner Spielerkarriere wurde Hubert Schieth Fußballtrainer. Nach einer ersten Station beim SSV Hagen stieg er 1965 mit dem [[VfL Bochum 1848]] nach drei Entscheidungsspielen gegen die SpVgg. Erkenschwick und einem finalen Münzwurf in die Regionalliga auf. 1969 vollführte er das gleiche Kunststück - wenngleich weniger dramatisch - mit der [[SG Wattenscheid 09]].


Im Januar 1975 kehrte er als Nachfolger von [[Albert Becker|Ala Becker]] zum [[Uhlenkrug]] zurück und formte aus dem großen Reservoir an Talenten eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga Nord. Der ETB lag in der Saison 1975/76 lange Zeit an der Spitze der Tabelle und lieferte sich mit [[Borussia Dortmund]] ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Bundesliga-Aufstieg. Herzerfrischender Offensivfußball, eine Verjüngung der Mannschaft und das damit verbundene Hervorbringen von Talenten wie [[Herbert Zimmer|Heppo Zimmer]] prägten die gesamte Trainerzeit des Hubert Schieth beim [[ETB Schwarz-Weiß]].
Im Januar 1975 kehrte er als Nachfolger von [[Albert Becker|Ala Becker]] zum [[Uhlenkrug]] zurück und formte aus dem großen Reservoir an Talenten eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga Nord. Der ETB lag in der Saison 1975/76 lange Zeit an der Spitze der Tabelle und lieferte sich mit [[Borussia Dortmund]] ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Bundesliga-Aufstieg. Herzerfrischender Offensivfußball, eine Verjüngung der Mannschaft und das damit verbundene Hervorbringen von Talenten wie [[Herbert Zimmer|Heppo Zimmer]] prägten die gesamte Trainerzeit des Hubert Schieth beim [[ETB Schwarz-Weiß]].
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Von 1977 bis 1981 coachte Hubert Schieth abermals die [[SG Wattenscheid 09]], nun in der 2. Bundesliga Nord. Sein Traineramt beim [[ETB]] übernahm [[Dieter Tartemann]].
Von 1977 bis 1981 coachte Hubert Schieth abermals die [[SG Wattenscheid 09]], nun in der 2. Bundesliga Nord. Sein Traineramt beim [[ETB]] übernahm [[Dieter Tartemann]].


== Manager ==
== Manager und Berufliches ==


Nach seinem Abschied von der [[SG Wattenscheid 09]] im Februar 1981 hatte Hubert Schieth noch Erfolge als Manager beim [[VfL Bochum]], BVL Remscheid und - als Vorgänger von Reiner Calmund - bei Bayer Leverkusen.
Nach seinem Abschied von der [[SG Wattenscheid 09]] im Februar 1981 hatte Hubert Schieth noch Erfolge als Manager. Beim [[VfL Bochum 1848]] galt er als "Mann mit dem goldenen Riecher" (<i>Kicker</i>), holte Talente wie Ralf Zumdick günstig an die Castroper Straße und erzielte mit anderen hohe Transfererlöse. Nach gut zwei Jahren fiel Schieth, dessen Jahresgehalt stattliche 100.000 DM ausmachte<ref>Markus Franz. Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum, Göttingen 2005, S. 93</ref>, selbst dem Sparzwang zum Opfer. Weitere Managementstationen waren der BVL Remscheid und - als Vorgänger von Reiner Calmund - Bayer 04 Leverkusen. Zudem besaß Hubert Schieth ein gutgehendes Physiotherapeutikum in der Nähe des [[Essen]]er Polizeipräsidiums.


Noch im neuen Jahrtausend fiel der Name Hubert Schieths, der sich in Heisingen zur Ruhe gesetzt hatte, immer wieder im [[ETB-Gästebuch]], wenn es um Köpfe ging, die den [[ETB Schwarz-Weiß]] aus der Lethargie führen könnten.
Noch im neuen Jahrtausend fiel der Name Hubert Schieths, der sich in Heisingen zur Ruhe gesetzt hatte, immer wieder im [[ETB-Gästebuch]], wenn es um Köpfe ging, die den [[ETB Schwarz-Weiß]] aus der Lethargie führen könnten.
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== Galerie ==
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[[Datei:Hubert_Schieth_Grab.jpg|200px|thumb|right|Hubert Schieths Grab auf dem Friedhof St. Georg in Essen-Heisingen, 19.06.2020. (Foto: ''[[Leiter Nörgel]]'')]]
[[Datei:Hubert_Schieth_Grab.jpg|300px|thumb|left|Hubert Schieths Grab auf dem Friedhof St. Georg in Essen-Heisingen, 19.06.2020. (Foto: ''[[Leiter Nörgel]]'')]]


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Aktuelle Version vom 3. April 2026, 17:48 Uhr

Hubert Schieth
Im Trikot des SV Rödelheim 03.
4:1-Sieg über den Deutschen Meister
1. FC Nürnberg! (Foto: Chronik)

Hubert Schieth (* 26.01.1927 † 19.02.2013) war ein ehemaliger ETB-Spieler und -Trainer. Eine der größten ETB-Legenden überhaupt.

Spieler

Hubert Schieth wurde in Obersayn im Westerwald geboren und begann seine Karriere als Fußballer 1948 beim SV Rödelheim 03 in der Oberliga Süd. Nachdem er dort Tore am Fließband geschossen hatte, wechselte er 1948 zu Eintracht Frankfurt. Fünf Jahre Später gewann er mit der hessischen Elitemannschaft den Süddeutschen Meistertitel.

Im Juli des gleichen Jahres wechselte Hubert Schieth zum ETB Schwarz-Weiß und wurde dort Spielmacher der legendären Pokalsiegermannschaft von 1959. Im Finale erzielte Schieth das zwischenzeitliche 5:0 - Anlass genug für die ETBer, fortan nur noch mit Links zu spielen. Bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn 1961 stand Hubert Schieth als Halbstürmer unter anderem in 102 Spielen der Oberliga West auf dem Rasen, in denen er 32 Treffer für die Schwarz-Weißen erzielte. In den Derbies gegen Rot-Weiss Essen brillierte er zwischen 1954 und 1960 fünfmal als Torschütze.

Trainer

Im Anschluss an das Ende seiner Spielerkarriere wurde Hubert Schieth Fußballtrainer. Nach einer ersten Station beim SSV Hagen stieg er 1965 mit dem VfL Bochum 1848 nach drei Entscheidungsspielen gegen die SpVgg. Erkenschwick und einem finalen Münzwurf in die Regionalliga auf. 1969 vollführte er das gleiche Kunststück - wenngleich weniger dramatisch - mit der SG Wattenscheid 09.

Im Januar 1975 kehrte er als Nachfolger von Ala Becker zum Uhlenkrug zurück und formte aus dem großen Reservoir an Talenten eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga Nord. Der ETB lag in der Saison 1975/76 lange Zeit an der Spitze der Tabelle und lieferte sich mit Borussia Dortmund ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Bundesliga-Aufstieg. Herzerfrischender Offensivfußball, eine Verjüngung der Mannschaft und das damit verbundene Hervorbringen von Talenten wie Heppo Zimmer prägten die gesamte Trainerzeit des Hubert Schieth beim ETB Schwarz-Weiß.

Von 1977 bis 1981 coachte Hubert Schieth abermals die SG Wattenscheid 09, nun in der 2. Bundesliga Nord. Sein Traineramt beim ETB übernahm Dieter Tartemann.

Manager und Berufliches

Nach seinem Abschied von der SG Wattenscheid 09 im Februar 1981 hatte Hubert Schieth noch Erfolge als Manager. Beim VfL Bochum 1848 galt er als "Mann mit dem goldenen Riecher" (Kicker), holte Talente wie Ralf Zumdick günstig an die Castroper Straße und erzielte mit anderen hohe Transfererlöse. Nach gut zwei Jahren fiel Schieth, dessen Jahresgehalt stattliche 100.000 DM ausmachte[1], selbst dem Sparzwang zum Opfer. Weitere Managementstationen waren der BVL Remscheid und - als Vorgänger von Reiner Calmund - Bayer 04 Leverkusen. Zudem besaß Hubert Schieth ein gutgehendes Physiotherapeutikum in der Nähe des Essener Polizeipräsidiums.

Noch im neuen Jahrtausend fiel der Name Hubert Schieths, der sich in Heisingen zur Ruhe gesetzt hatte, immer wieder im ETB-Gästebuch, wenn es um Köpfe ging, die den ETB Schwarz-Weiß aus der Lethargie führen könnten.

Galerie

Hubert Schieths Grab auf dem Friedhof St. Georg in Essen-Heisingen, 19.06.2020. (Foto: Leiter Nörgel)
  1. Markus Franz. Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum, Göttingen 2005, S. 93