Fanbus

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Fahrbares Vehikel, das ETB-Fans früher zu Auswärtsspielen beförderte. Der Fanbus wurde von Ober-Fan Jackel organsiert. Mitreisende konnten sich anmelden, mussten aber auf jeden Fall bezahlen. Die meisten ETB-Fans gaben Jackel unabhängig von der zu fahrenden Distanz 10€, aber das war Verhandlungssache.

Die Rückfahrt verlief je nach Ergebnis 'mal ausgelassen und heiter (siehe hierzu Peter M.), 'mal lüstern und frivol (siehe hierzu Hansi), 'mal äußerst still. Als die Youth Crew Essen mit im Fanbus saß, dauerte die Rückfahrt immer eine Stunde länger, weil die Jugend von heute scheinbar süchtig nach Produkten von McDonald's ist. Die Anwesenheit der Youth Crew Essen unterbrach aber für ein Jahr die Diskussionen darüber, ob der Fanbus durch einen Fan-Twingo abgelöst werden sollte.

Nach dem Aus der jugendlichen Fanorganisation YCE endete mangels Fahrbereitschaft der Senioren alsbald auch das Angebot eines Fanbus'. Bei weiten Fahrten besteht für die nicht-motorisierten ETB-Fans aber dankenswerterweise immer die Möglichkeit, im Mannschaftsbus mitzufahren.

Historie

Wann der erste Fanbus beim ETB eingesetzt wurde, ist unbekannt. Sehr wohl bekannt ist aber, wann die ETB-Fußballer den ersten Mannschaftsbus einsetzten: Es war am 25. Januar 1925 - zugleich die Jungfernfahrt eines Busses mit einer schwarz-weißen Fahne auf dem Kühler. Betrieben wurde dieser Bus von der „Autobus-Stadt- und Fernverkehrs GmbH“ in Essen.

Erlebnisbericht eines anonymen ETB-Fans

Wenn sich die letzten ETB-Fans nach langen Überredungskünsten von ihrem Pils an der Clubhaus-Theke getrennt haben und sich endlich dazu entschlossen haben, in den Bus einzusteigen, um dort die Diskussion über die beste Mannschaftsaufstellung fortzusetzen, kann es endlich nach zwanzigminütiger Verspätung losgehen. Den Zwischenruf "Der Ralf fehlt noch" überhört unser Fanbusbeauftragter Jackel beflissentlich und sagt ummissverständlich: "Gas geben, wir fahren los!"

Endlich sind wir auf der Autobahn, und Jackel sammelt das Fahrgeld ein, während Sirene die Wetten für das Spiel einsammelt und Ludwig das Bier verteilt. Sollte jemand gegen unsere Mannschaft wetten, nimmt Sirene die Wette nicht an, sondern raunzt: "Mach kein' Scheiß!" Kommt das erste Parkplatzschild in Sicht, rufen sechs Mann im hinteren Bereich im Chor: „Pinkelpause!“ Unser Busfahrer, ein sehr netter und äußerst geduldiger Mensch, kann sich dieser Bitte nicht entziehen und steuert den Parkplatz an.

Ein paar Minuten später ist eine Frau auf dem Parkplatz ganz erschrocken vom Anblick zehn männlicher Gestalten, die in Reih und Glied am Zaun stehen. Ihr Sprössling scheint das ganz passabel zu finden, zeigt mit dem Finger in Richtung Zaun und ruft „Mama, ich muss auch Pipi machen.“ Eindringlich redet nun die Dame auf ihren Nachwuchs ein, um ihn davon zu überzeugen, dass es vorteilhaftere Orte gibt, um seinen dringendsten Bedürfnissen nachzugehen.

Inzwischen sind alle wieder im Bus eingetroffen, und die Fahrt kann fortgesetzt werden. Besonders spannend wird es dann immer, wenn der Busfahrer sich „verfranzt“ hat (unser Busfahrer hasst Navis) und sich einer von uns zu ihm gesellt, um als „Co-Pilot“ weiterzuhelfen. Dann wird die Zeit bis zum Anstoß knapp und knapper und die Anhängerschar immer nervöser. Verzweifelt schmeißt der „Co-Pilot“ dann irgendwann mit dem Ausruf „Macht doch euren Sch… alleine“ den Straßenplan in die Ecke, weil ja alle zu wissen glauben, wohin der Bus fahren muss. In diesem Trubel behalten dann nur zwei Leute die Ruhe. Der eine ist der Busfahrer und der andere ist der, der eine Handy-Verbindung zu jemandem hat, der mit dem Auto rechtzeitig angekommen ist und ihn laufend über den aktuellen Spielstand informiert.

Glücklich angekommen stellen wir meistens fest, dass wir noch nichts versäumt haben, denn „unsere“ Jungs haben sich meist erst nach zwanzig Minuten richtig warm gespielt und den Weg zum gegnerischen Tor eingeschlagen. Ungünstigstenfalls hat unsere Abwehr schon in den ersten Minuten ein Tor kassiert, und wir kommen rechtzeitig zur Aufholjagd.

Die Fahrten in „unserem“ Fan-Bus möchten wir trotzdem nicht missen. Denn unser Busfahrer macht seinen Job verdammt gut und hat es mit uns Chaoten auch nicht leicht. Deshalb: Lob und Dank an unseren geduldigen und einfühlsamen Busfahrer, der genauso wie wir bei den Spielen des ETB mitfiebert, obwohl er eigentlich RWE-Fan ist.

Galerie

Für ETB-Fans eigentlich überdimensionierter Fanbus. (Foto: SWR e.V.)
Gelegentlich mussten Fahrkarten vorbestellt werden. (Sammlung Ayatollah Choleri)