Amateurschiedsrichter

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Bemerkenswerte Spezies. Diese in aller Regel männlichen Exemplare pfeifen ihr ganzes Sportlerleben auf den Aschepläten des Ruhrgebiets. Im Umgang mit Rüpeleien gestresster Feierabend-Fußballer, pöbelnden Rentnern und anderen Merkwürdigkeiten haben sie sich oft eine besondere Art angewöhnt, die man Menschenführung nennen könnte. Kombiniert mit ihrer fehlenden oder im Laufe der Zeit ausgegangenen Motivation, höhere Weihen zu erlangen, fabrizieren Amateurschiedsrichter an manchen Tagen Besseres als die ihnen anvertrauten Kicker.

Im folgenden Artikel ehren wir in alphabetischer Reihenfolge einige Amateurschiedsrichter, die uns in bleibender Erinnerung geblieben sind.

Thorsten Ascheuer

Verein: SSV Sudberg (Wuppertal)
Spiel : ETB II - 1. FC Mülheim-Styrum 2:0 (0:0), 28.09.2010, Uhlenkrug-Nebenplatz

Brillierte durch launige Sprüche:

  • "Nummer 10! Mit Zuschauern wird nicht geredet. Die haben Geld bezahlt, damit sie uns beleidigen dürfen." (zu einem Spieler des 1.FC Mülheim, der Willis Liebeserklärungen erwidert hatte)
  • "Der einzige, der hier 'rumschreien darf, bin ich!" (Spieler haben den Mund zu halten. Kommt ohnehin nix Vernünftiges 'raus.)

Murat Güclü

Verein: Viktoria Beeck (Duisburg)
Spiel : Rot-Weiss Essen U16 - ETB U17 1:1 (0:0), 29.04.2012, Seumannstraße

Betrat das Spielfeld mit seinen Assistenten schon zehn Minuten vor dem Anpfiff und nahm das Geschehen auch sonst sehr wichtig: Nach drei Minuten gab es einen Freistoß, weil ETB-Torwart Jamie Fischer mit dem Ball in der Hand durch den Strafraum gelaufen war. Alle Einwürfe und Freistöße wurden sorgfältigst lokalisiert und vorgenommene Korrekturen mit einem "Dankeschön" quittiert. Den Anstoß zur zweiten Halbzeit ließ Murat Güclü gleich zweimal ausführen, weil irgendetwas nicht stimmte. Alle Pfiffe wurden mit einer Lautstärke ausgestoßen, die auch Tote wieder zum Leben hätte erwecken können. Zudem gab es gute Sprüche:

  • "Mach' nicht so'n Gesicht. Entspann Dich und lach 'mal." (zu Hendrik Heiermann, der zum wiederholten Mal einen Einwurf verlegen musste und merklich genervt reagierte)
  • "Gib's zu: Du möchtest mich doch nur testen." (zu Robin Habermann, der einwerfen wollte, obwohl der ETB den Ball ins Aus geschossen hatte)

Hayrettin Urtenur

Verein: SC Glück-Auf Sterkrade (Oberhausen)
Spiel : ETB U23 - SSVg. Heiligenhaus 0:5 (0:0), 30.09.2012, Am Krausen Bäumchen

Ein Oberhausener Schiedsrichter, der merkwürdigerweise sehr viel richtig gemacht hat: Meckernde Spieler? Kein Problem! "Hört auf zu quatschen, Jungs. Spart Euch die Luft lieber für´s Spiel." Langeweile während einer Spielunterbrechung? Kein Problem! Ein schöner Hackentrick, und alle Zuschauer jubeln. Und wenn´s beim zweiten Mal danebengeht und ein Heiligenhauser Spieler Gelb wegen Ballwegschlagens fordert? Kein Problem! Ein Grinsen und ein Klaps auf den Po regeln alles. Keine Lust auf volle 90 Minuten? Kein Problem! Dem frisch eingewechselten Spieler zu dessen Irritation die Hand schütteln und dann abpfeifen. Auch so kann man ein Spiel ohne Zwischenfälle über die Runden bringen.