Horst Trimhold

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Ehemaliger ETB-Halbrechts und -Rechtsaußen, ETB-Internationaler, Deutscher Nationalspieler. Eine lebende ETB-Legende (* 04.02.1941).

Familie und Privates

Horst Trimholds Vater Heinrich kam 1938 als Mittelstürmer in den Kader des ETB Schwarz-Weiß, der damals in die Gauliga spielte. Seit diesem Tag war die gesamte Familie Trimhold - außer Horst auch seine jüngeren Bruder Holger und Jürgen - auf Schwarz-Weiß gepolt. Bemerkenswert ist diese Verbundenheit zum Verein vor allem deshalb, weil die Trimholds aus Altenessen kommen, was nicht gerade als Keimzelle der ETB-Begeisterung gelten kann.

Horst Trimhold ist gelernter Maschinensetzer, war in Essen für die Springer-Presse tätig und betrieb nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn eine eigene Druckerei in Hanau.


Spieler beim ETB SW

1959 rückte der von Günther Schwarz entdeckte Horst Trimhold aus der Jugendabteilung in die damals erstklassige Oberliga-Mannschaft auf. Sein erstes Spiel in der Oberliga West absolvierte Horst Trimhold am 27.09.1959. Drei Monate später fiel ihm die Ehre zu, als 18-jähriger im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Neunkirchen eingesetzt zu werden: Trimhold hatte bis dahin zwar nicht an einem einzigen Pokalspiel teilgenommen, hatte ETB-Trainer Hans Wendlandt aber in den Vorwochen überzeugt und profitierte zudem vom verletzungsbedingten Ausfall von Manfred "Simken" Schmidt. Horst Trimhold nutzte die Gelegenheit, machte auf der rechten Außenbahn ein Riesenspiel, schoss das Tor zum zwischenzeitlichen 4:0 und war von nun an ein fester Bestandteil der Mannschaft.

Bis 1963 machte Horst Trimhold 71 Ligaspiele für den ETB und erzielte 31 Tore; 1960/61 war er ETB-Torschützenkönig in der 2.Liga West. 1962 machte er die UdSSR-Reise mit und war dort mit drei Toren (zwei gegen Daugawa Riga, eines gegen Moldova Kishinew) erfolgreichster ETB-Schütze.


Nationalspieler

Horst Trimhold debütierte 1962 für die Juniorennationalmannschaft. Im gleichen Jahr machte er ein noch ein zweites Nachwuchs- und am 30.09.1962 auch ein A-Länderspiel (3:2 in Jugoslawien).


Fußballprofi

Die Gründung der Bundesliga machte es vielen bisherigen Halb-Profis möglich, ihr Geld ausschließlich mit Fußball zu verdienen. Da der ETB Schwarz-Weiß keine Berücksichtigung für diese neue höchste Spielklasse fand, wanderten zahlreiche Leistungsträger vom Uhlenkrug ab. Einer der ersten, die das große Geld entdeckten, war Horst Trimhold - er hatte seinen Spitznamen "Schotte" nicht ohne Grund. Trimhold animierte zudem seine Mitspieler, es ihm gleich zu tun und in die Bundesliga zu wechseln.

Für Eintracht Frankfurt spielte Horst Trimhold von 1963 bis 1966 insgesamt 71mal in der 1.Bundesliga (15 Tore) und wurde 1962 Vize-Pokalsieger. Zu Borussia Dortmund gewechselt bestritt Horst Trimhold neben einigen Europapokalspielen abermals fünf Bundesligaspielzeiten mit 96 Partien und zwölf Toren. Zu weiteren Einsätzen in der Deutschen Nationalmannschaft kam es allerdings nicht mehr.


Karriereende

Horst Trimhold ließ seine Laufbahn ab 1971 beim FSV Frankfurt ausklingen. 1972 wurde die Mannschaft vom Bornheimer Hang mit Horst Trimhold als Kapitän und Siegtorschütze Deutscher Amateurmeister, 1973 glückte der Aufstieg in die Regionalliga, wo Horst Trimhold teilweise als Spielertrainer auflief, 1975 der Spring in die 2.Bundesliga. Hier machte Trimhold bis 1978 nochmals 103 Profi-Spiele mit sechs Toren.


Reverenz

Horst Trimhold ist Ehrenspielführer des FSV Frankfurt.


Galerie

Horst "Schotte" Trimhold. (Sammlung Ayatollah Choleri)