Karsten Neitzel

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Ehemaliger Profifußballer und DFB-Fußball-Lehrer, ultra-kurzzeitig in Diensten des ETB Schwarz-Weiß (*17.12.1967).

Laufbahn

Karsten Neitzel wurde noch zu DDR-Zeiten in der Nachwuchsabteilung von Dynamo Dresden zum Libero und Mittelfeldspieler ausgebildet. Neitzel brachte es im Elbflorenz auf eine respektable Anzahl an Juniorenländerspielen und präsentierte sich bei den Senioren auch in der DDR-Oberliga. 1989 wurde er mit Dynamo Dresden (Ost-)Deutscher Meister, schloss sich danach jedoch dem Halleschen FC an. Hier spielte er nach der Wende in der 2. Bundesliga und im UEFA-Pokal. Weitere Zweitligaspiele kamen anschließend bei den Stuttgarter Kickers hinzu. Von 1994 bis 1997 verdiente Karsten Neitzel sein Geld dann beim SC Freiburg in der Bundesliga. Sein Debüt war ein spektakuläres 5:1 gegen Bayern München.

Von 1997 bis Ende 2008 arbeitete Karsten Neitzel als Trainer für den SC Freiburg. Er führte die zweite Mannschaft der Breisgauer in die Oberliga, später in die Regionalliga, wurde Verbandspokalsieger. Gemeinsam mit Volker Finke, dem er anfangs bei den Freiburger Profis assistiert hatte, wechselte Neitzel Anfang 2009 zu den Urawa Red Diamonds nach Japan. Wenig erfolgreich war sein anschließendes kurzes Engagement beim VfL Bochum. Mit dem Drittligisten Holstein Kiel scheiterte er 2016 in der Aufstiegsrelegation in allerletzter Sekunde unglücklich am TSV 1860 München. Von 2017 bis 2019 folgten kurze Stationen bei den Regionalligisten SV Elversberg und Rot-Weiss Essen.

ETB Schwarz-Weiß

Am 31.05.2020, die Oberliga Niederrhein pausierte gerade wegen einer leichten Grippe (Zitat des brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro), verkündete die ETB-Homepage die Verpflichtung Karsten Neitzels. Die offizielle Bezeichnung seines Amtes lautete Leitung Ausbildung und Entwicklung der Talente und Trainer; eine weniger herrschaftliche Formulierung wie Assistent des Trainerstabs wurde auf wikipedia von einem unbekannten Nutzer umgehend wieder gelöscht.

Als integraler Bestandteil des neuen Vereinskonzepts sollte Neitzel als mannschaftsübergreifender Talenttrainer fungieren. In dieser Position sollte er zusätzliche Trainingseinheiten entwickeln und anbieten, die von den Nachwuchstrainern bzw. Cheftrainer Ralf vom Dorp aus Zeitgründen nicht geleistet werden konnten. Von Karsten Neitzels Expertise als DFB-Fußball-Lehrer mit Profierfahrung erhoffte man sich zudem einen gewissen Anziehungseffekt auf junge, hungrige Spieler. Neitzel selbst, der spontan und ohne finanzielle Anreize einer Anfrage des ihm von RWE bekannten Sportlichen Leiters Jürgen Lucas entsprach, wollte die außergewöhnliche Konstellation nutzen, um seiner Karriere eine neue Ausrichtung abseits des Cheftrainer-Geschäfts zu geben.

Die Häufung von Übungsleitern am Uhlenkrug - auch Vorstand Karl Weiß und Kapitän Sebastian Michalsky wiesen hier eine Expertise auf - konnte sich nicht nachhaltig auswirken, denn bereits Anfang Oktober 2020 verkündete Neitzel seinen Abgang ins Ausland. Eine weitere Verfolgung seines Lebenswegs, insbesondere das Recherchieren des mutmaßlich asiatischen Ziellandes, erscheint der Redaktion nicht lohnenswert.