Mark Zeh

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Mark Zeh ist ein früherer ETB-Spieler (* 19.11.1983).

Jugendfußball

Mark Zeh lernte das Fußballspielen in Überruhr. Über DJK Borussia Byfang fand er seinen Weg an den Uhlenkrug. Mit der A-Jugend des ETB Schwarz-Weiß gelang ihm 2001 als Jungjahrgang der Aufstieg in die Regionalliga. Nach der Saison 2001/02 wechselte Mark Zeh in die Seniorenabteilung des ETB.

Erste ETB-Phase

Unter Trainer Frank Benatelli rückte Mark Zeh 2002 in den Kader der Oberliga Nordrhein auf. Im zentralen Mittelfeld spielte der Nachwuchsspieler sofort eine herausgehobene Rolle, machte technisch und taktisch einen bärenstarken Eindruck. Leider blieben Mark Zehs Qualitäten auch den Scouts größerer Vereine nicht unentdeckt, sodass er noch während der Saison einen Vertrag beim 1. FC Köln unterzeichnete. Von diesem Tag an agierte Mark Zeh nur noch mit angezogener Handbremse, verweigerte Laufbereitschaft und Kampfeswillen weitgehend und machte sich unter den ETB-Fans unbeliebt. Frank Benatelli setzte Mark Zeh ungeachtet dessen Unlust weiter ein, sodass Zeh am Ende der Saison in 32 von 33 Spielen mitgewirkt und drei Tore geschossen hatte.

Angestrebte Profi-Karriere

Beim 1. FC Köln kam Mark Zeh zunächst in der Amateurmannschaft, die in der damals drittklassigen Regionalliga spielte, zum Einsatz. In drei Spielzeiten bis 2006 stand Mark Zeh für die kleinen Geißböcke in 43 Liga- und zwei DFB-Pokalspielen auf dem Rasen und schoss dabei vier Tore. Zurückgeworfen durch eine schwere Verletzung, die sich Mark Zeh am 04.12.2004 beim VfL Osnabrück zugezogen hatte, rückte eine Profi-Karriere beim FC jedoch in weite Ferne.

Mark Zeh verließ den 1. FC Köln folgerichtig im Sommer 2006 und schloss sich dem Süd-Regionalligsiten SC Pfullendorf an. In seinen dreizehn Spielen für die Pfullendorfer (ein Tor) ging Mark Zeh nicht ein einziges Mal über 90 Minuten und gehörte allenfalls zum erweiterten Stamm der Mannschaft.

Zum großen Leidwesen der ETB-Fans kehrte Mark Zeh nach dem vorerst gescheiterten Abenteuer Profi-Fußball 2007 nach NRW zurück und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass am Ende der Saison nicht der ETB Schwarz-Weiß, sondern Zehs neuer Club, der 1. FC Kleve, in die Regionalliga aufstieg. Als Mittelfeldmotor stand Mark Zeh in allen 34 Spielen der Schwanenstädter auf dem Platz und erzielte fünf Tore, unter anderem beim 2:0 seines neuen Vereins im entscheidenden Spiel am Uhlenkrug. In der folgenden Saison blieb Mark Zeh beim 1. FC Kleve gesetzt und spielte weitere 32 Partien in der Regionalliga. Obgleich ihm dabei fünf Tore gelungen waren, stieg Mark Zeh am Ende des Jahres erstmals ab und verließ den 1. FC Kleve.

Zweite ETB-Phase

Gerade noch rechtzeitig vor der Pleite des 1. FC Kleve fand Mark Zeh 2009 den Weg zurück zum ETB, wo mittlerweile auch sein jüngerer Bruder Christopher in der Verteidigung spielte. Unter Dirk Helmig bekam Mark Zeh die Nummer 10, bot nach Ansicht vieler ETB-Fans gerade am Anfang pomadigen Fußball und erweckte den Eindruck, dass die NRW-Liga unter seiner Würde war. Das horrende Gehalt, das ihm von 2009 bis 2011 am Uhlenkrug bezahlt wurde, konnte bösen Gerüchten zufolge nur dadurch querfinanziert werden, dass Mark Zehs Trikot nur selten gewaschen werden musste und er selbst die vereinseigene Dusche nur gelegentlich benutzte.

Dass Mark Zeh in seinen 63 NRW-Liga-Spielen für den ETB insgesamt 13 Tore machte, darf allerdings nicht unterschätzt werden. Mark Zeh gewann mit seiner Technik manches Spiel für die Schwarz-Weißen und zeigte bisweilen sogar echte Knipserqualitäten. Seine drei Platzverweise lassen zudem sehr wohl auf einige Leidenschaft schließen. Nicht zuletzt stand Mark Zeh auch in der Formation, der gegen Rot-Weiss Essen der Niederrhein-Pokalsieg 2010 gelang und die sich anschließend im DFB-Pokal (sein persönlich drittes Spiel in diesem Wettbewerb) gegen Alemannia Aachen wacker hielt.

Unter dem Strich kann also festgehalten werden, dass die ETB-Fans Mark Zeh als Eigengewächs immer mit besonders kritischem Blick verfolgt und - auch unter Berücksichtigung seines Salärs - wohl etwas ungerecht behandelt haben.

Projekt Regionalliga? Auf jeden Fall bergab...

Da der ETB Schwarz-Weiß 2011 nicht länger fähig und willig war, hauptberufliche Fußballer zu beschäftigen, musste sich Mark Zeh einen neuen Verein suchen. Fündig wurde er in dem Retorten-Club FC Viktoria Köln, mit dem er 2012 wieder in die Regionalliga aufstieg. 2012 wechselte er zum Regionalliga-Kontrahenten Sportfreunde Siegen, bei dem er in der Spielzeit 2013/2014 zum Kapitän avancierte. Nach dem angekündigten Rückzug des Siegener Hauptsponsors und der daraus resultierenden finanziellen Lücke folgte Mark Zeh seinem Trainer Michael Boris für ein halbes Jahr zum nächsten Regionalligisten, den Sportfreunden Lotte, wo er sofort wieder als Mannschaftskapitän fungierte. Schon im Januar 2015 kehrte er allerdings nach Siegen zurück. Zunächst stieg er mit den Sportfreunden in die Oberliga Westfalen ab, anschließend aber auch gleich wieder auf. Im Sommer 2017 wechselte er als spielender Co-Trainer zum Oberligisten und ETB-Ligarivalen Ratingen 04/19, wo er mit Trainer Karl Weiß, Co-Trainer Stephan Engels, Denis Dluhosch, Erkan Ari, Luka Bosnjak und Dustin Hoffmann auf jede Menge Kollegen mit ETB-Vergangenheit traf. Irgendwie zwangsläufig wurde Zeh einmal mehr zum Kapitän ernannt.

Galerie

Der Gegenbeweis: Mark Zeh in einem waschbedürftigen Trikot. (Foto: Foto-Frank)
Das ist der Rücken von Mark Zeh, dem Kapitän der Sportfreunde Lotte. (Foto: LesPaul)